Die Mühle zu Breitwil
Der Hof Breitwil wird bereits 1324 erwähnt als Besitztum des Zürcher Ritters Götz Müllner
1389 taucht urkundlich ein Conrad Müller von Breitwil auf, der auf seinem freien bäuerlichen Eigen sass und wohl schon eine Kornmühle betrieb. Die Nachkommen dieses Müllers sind bis nach 1500 bezeugt.
1509 müllerte ein Bruppacher, und bis Ende des Jahrhunderts ein Thomas Reithaar.
1568 verkauften vier Gebrüder Sennhauser die Mühle für 1350 Gulden dem Herrliberger Heinrich Doner.
1571 waren die Herrliberger Fierz wohl ein Jahrhundert lang Mühlenbesitzer.
1621 Mühle zu Breitwil neu erbaut von Ulrich Fierz. Sechs Generationen des Fierz-Geschlechtes betrieben die Mühle.
1688 liess Heinrich Kitt die Mühle vergrössern. In dieser Zeit verlor sich die Bezeichnung Mühle zu Breitwil und wurde der Name Kittenmühle üblich.
1691 bevollmächtigte Frau Anna Kitt – Bertschinger ihren Mann, die Mühle zu verkaufen. Als Käufer meldeten sich die Brüder Hans Konrad und Hans Heinrich Weinmann.
Die Weinmann, ein echtes Herrliberger Geschlecht, hatten die Mühle mit allem Zubehör bis 1846 in Besitz.
1846 verkauften die Weinmann ihren Besitz dem Müller und Bäcker Rudolf Bosshard von Kappel.
1868 übernahm Kommandant Johannes Fierz die Kittenmühle mit dem doppelten Wohnhaus.
Kommandant Fierz mag auch als erster Kittenmühleherr eine einfache Weinschenke eröffnet haben.
1888 Konkursmasse übernommen von der ZKB von Pauline Weinmann.
1910 erwarb von der Besitzerin Josefine Ruess erwarb um 1910 Johann Graf- Frank die Kittenmühle.
Mitte der fünfziger Jahre wurde die Kittenmühle von Hans Guhl erworben und gründlich restauriert.
16. Juni 1956 war die Wiedereröffnung der Kittenmühle
Man wollte gewiss etwas bäuerliche Atmosphäre wahren, doch erwies es sich bald, dass die Kittenmühle auch vor allem zur Gaststätte für Gourmands geworden war.
Das dauerte an die zwei Jahrzehnte. Dann schloss die Kittenmühle offensichtlich die Fensterläden im einstigen Mühlekeller, und man rätselte, was dahinter geschah.
Nachdem die Kittenmühle vorher sorgsam überwacht worden war, wurde in einer Blitzaktion in der Nacht vom 10. auf 11. Januar 1975 von der Kantonspolizei mit einem Grossaufgebot von über 50 Beamten eine illegale Spielbank ausgehoben. Der Betrieb würde im November aufgenommen worden.
Grosse Ungewissheit Guhl wollte ein Sport- und Kreativzentrum mit Park im Grünen, mit Tennisplätzen etc.
Bevor der Kanton einen Kaufvertrag mit dem Besitzer Guhl abschliessen wollte, sickerte durch, man wolle in der Kittenmühle eine Drogenklinik errichten. Es löste heftige Proteste in den betroffenen Gemeinden Herrliberg und Erlenbach aus, weil die Gemeinden nicht gefragt wurden.
21. September 1976 Gemeindeversammlung Kauf der Liegenschaft zur Kittenmühle.
Kaufpreis 1 650 00 in Erlenbach gut geheissen und in Herrliberg grosse Uneinigkeit und einsprachen. Am 2. November 1977 wies der Regierungsrat die Rekurse ab und erklärte den Kauf der Kittenmühle als rechtskräftig.
Mit der Brauerei Hürlimann AG wurde einen 10jährigen Pachtvertrag mit gestaffeltem Mietzins abgeschlossen.
1. Juli 1979 Eröffnung durch Markus und Heidi Sprenger- von Flüe als Wirte Ehepaar.